Sie haben vielleicht schon davon gehört – das Erika-Heß-Eisstadion in Berlin-Wedding öffnet endlich wieder seine Pforten. Nach einer gefühlt endlosen Pause, die viele Berlinerinnen und Berliner um ihre gewohnte Winterfreude gebracht hat, können Schlittschuhfans und Familien ab dem 12. Januar 2026 wieder aufs Eis. Ich habe mich durch die Informationslage gekämpft, denn ehrlich gesagt: So klar war die Situation lange Zeit nicht.
Wichtige Erkenntnisse
- Das Erika-Heß-Eisstadion ist die zweitgrößte Eissporthalle Berlins – mit zwei Eisflächen, einer offenen und einer überdachten.
- Die Wiedereröffnung der Außenbahn ist für den 12. Januar 2026 angesetzt, die Saison läuft bis zum 15. März 2026.
- Der Innenbereich wird ab dem 15. Januar 2026 für den organisierten Sport freigegeben.
- Die Schließung seit Januar 2023 ging auf ein defektes Ventil im Kühlsystem zurück – ein Problem, das sich länger hinzog als gedacht.
- Das Stadion ist Heimat mehrerer Eissportvereine, darunter der FASS Berlin, und hat eine bewegte Geschichte seit 1967.
- Die genauen Eintrittspreise für die neue Saison sind offiziell noch nicht umfassend kommuniziert – ich sage Ihnen, was ich weiß und was Sie erwarten können.
Das Erika-Heß-Eisstadion: Mehr als nur eine Eislaufbahn
Das Erika-Heß-Eisstadion, vielen Berlinern noch unter seinem alten Namen „Eisstadion Wedding“ bekannt, ist ein Stück Berliner Sportgeschichte. Es wurde in den Jahren 1966/67 erbaut und bietet Platz für rund 2800 Zuschauer. Bis 1987 trug es offiziell den Namen Eisstadion Wedding, dann wurde es nach Erika Heß benannt – einer sozialdemokratischen Politikerin und langjährigen Bezirksbürgermeisterin von Wedding.
Was viele nicht wissen: Das Stadion beherbergt gleich zwei Eisflächen. Da ist zum einen die große, offene Bahn im Freien – das Herzstück für den Publikumslauf. Zum anderen gibt es eine überdachte Halle, die vor allem für den organisierten Trainings- und Wettkampfbetrieb genutzt wird. Diese Zweiteilung ist ein Segen, denn sie erlaubt es, den öffentlichen Lauf und den Leistungssport zeitlich zu entzerren.
Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Besuche dort, vor vielen Jahren. Es war nicht der schönste Ort Berlins, aber er hatte Charakter. Der Charme des Betons, der Geruch von Glühwein und nassen Handschuhen – und das Gefühl, dass hier alle gleich sind: das Kind mit den ersten Schritten auf Kufen und der Opa, der noch einmal seine alten Zeiten aufleben lässt.
Die Geschichte und Bedeutung des Stadions
Die Geschichte des Erika-Heß-Eisstadions ist eng mit der Entwicklung des Eissports in Berlin verbunden. Es war über Jahre die Heimspielstätte des Berliner Schlittschuhclubs, der hier bis 1973 trainierte und spielte. Auch der ECC Preussen Juniors nutzte die Halle in der Saison 2009/10 als Heimspielort. Heute ist der FASS Berlin der bekannteste Nutzer, der hier seine Heimspiele austrägt.
Das Stadion hat in seiner langen Geschichte Höhen und Tiefen erlebt. Von großen Eishockey-Derbys bis zu tristen Jahren, in denen der Zahn der Zeit an der Substanz nagte. Die Stadt hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder Geld in die Hand genommen, um die Anlage zu modernisieren. Doch die letzte Zwangspause war eine der längsten und unangenehmsten.
Die Wiedereröffnung 2026: Nach langer Durststrecke
Seit Januar 2023 war Schluss. Ein defektes Ventil im Kühlsystem legte die gesamte Anlage lahm. Was wie ein kleiner Schaden klang, entpuppte sich als langwierige Reparaturangelegenheit. Für viele Nutzer war das eine Geduldsprobe. Einige Vereine mussten ihre Trainingspläne komplett umstellen, andere wichen auf andere Eisflächen in der Stadt aus. Ich habe damals mit einem Trainer gesprochen, der frustriert meinte: „So etwas darf in einer Stadt wie Berlin nicht passieren – und wenn doch, dann muss es schneller gehen.“
Umso größer ist nun die Erleichterung, dass die Wiedereröffnung konkret ist. Am 12. Januar 2026 öffnet die Außenbahn wieder ihre Tore für den öffentlichen Eislauf. Die Saison ist dann allerdings nicht mehr allzu lang – sie endet bereits am 15. März 2026. Aber besser ein kurzer Winter auf dem Eis als gar keiner.
Öffnungszeiten für die Saison 2026: Was Sie wissen müssen
Die Öffnungszeiten für die Saison 2026 sind detailliert und gelten für den Zeitraum vom 12. Januar bis zum 15. März 2026. Es gibt feste Laufzeiten, die sich an den Wochentagen orientieren. Wer spontan vorbeikommen möchte, sollte sich also im Vorfeld informieren, denn es gibt durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Tagen.
Sinnvoll ist es, die aktuellen Zeiten direkt bei den Berliner Bäderbetrieben zu prüfen, die das Stadion betreiben. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass es kurzfristige Änderungen geben kann, etwa wegen Wartungsarbeiten oder besonderer Veranstaltungen. Verlassen Sie sich nicht nur auf einmal gelesene Informationen – ein kurzer Blick auf die offizielle Webseite spart böse Überraschungen.
Die Innenhalle: Start für den organisierten Sport
Während die Außenbahn am 12. Januar für alle öffnet, folgt die überdachte Halle nur drei Tage später. Ab dem 15. Januar 2026 um 18 Uhr wird das Eis in der Halle für den organisierten Sport freigegeben. Das bedeutet: Hier haben dann vor allem die Vereine und Trainingsgruppen wieder ihre Heimat. Der öffentliche Lauf konzentriert sich in dieser Saison also hauptsächlich auf die Außenbahn.
Diese Aufteilung ist klug gewählt. Sie gibt den Vereinen die Möglichkeit, ihre Trainingspläne zuverlässig umzusetzen, ohne mit dem Publikumslauf zu kollidieren. Und für die Besucher bedeutet es, dass sie auf der großen Bahn im Freien mehr Platz und Ruhe haben – ein entspannteres Eislaufvergnügen also.
Preise und Tickets: Was kostet der Eislauf-Spaß?
Rund um die Preise herrscht leider noch eine gewisse Informationslücke. Klar ist: Das Stadion bietet verschiedene Tarife an – für Erwachsene, Kinder, ermäßigte Gruppen und Familien. Es gibt Tageskarten und Saisonkarten, und die Preise unterscheiden sich zwischen der Außenbahn und der Innenhalle. Ich gehe stark davon aus, dass sie sich am Niveau anderer Berliner Eisbahnen orientieren werden.
Ein wichtiger Punkt, den ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann: Die Nachfrage nach den ersten Tagen nach einer Wiedereröffnung ist erfahrungsgemäß enorm. Sie sollten sich also nicht wundern, wenn vor allem am ersten Wochenende lange Schlangen an den Kassen stehen. Planen Sie etwas Zeit ein oder kommen Sie früh am Tag.
Die wichtigste Frage: Schlittschuhe – leihen oder eigenes Paar?
Das Stadion bietet einen Verleih für Schlittschuhe an. Das ist vor allem für Gelegenheitsläufer und Familien mit Kindern praktisch, die nicht jedes Jahr neues Schuhwerk kaufen wollen. Die Preise für die Ausleihe sind in der Regel moderat, auch wenn Sie dazu noch eine Pfandgebühr einplanen sollten.
Wer sein eigenes Paar besitzt, hat natürlich einen Vorteil. Wichtig ist nur: Bringen Sie Ihre Schlittschuhe am besten bereits geschliffen mit. Es gibt zwar im Stadion die Möglichkeit, Kufen schleifen zu lassen, aber das kostet Zeit und oft ein kleines Extra. Ich habe damals den Fehler gemacht, meine alten Schlittschuhe nach Jahren im Keller direkt zum ersten Lauf anzuziehen – das Ergebnis war ein wackeliges, frustrierendes Erlebnis auf dem Eis. Lassen Sie das nicht zu.
Anfahrt und Lage: So kommen Sie zum Erika-Heß-Eisstadion
Das Stadion liegt mitten im Wedding, im sogenannten Rehberge-Viertel an der Genter Straße. Die genaue Adresse ist Erika-Heß-Eisstadion, Genter Straße 42, 13353 Berlin. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist solide.
Die U-Bahn-Station Rehberge (U6) ist nur wenige Gehminuten entfernt. Auch die Station Nauener Platz (ebenfalls U6) ist eine Option, wenn Sie einen kleinen Spaziergang nicht scheuen. Mit dem Bus kommen Sie mit der Linie M27 oder dem 128er ebenfalls gut hin. Für alle, die mit dem Auto anreisen, gibt es rund um das Stadion begrenzte Parkmöglichkeiten – die sind aber an beliebten Laufzeiten schnell belegt. Mein Rat: Nutzen Sie die Bahn, es ist stressfreier.
Ausstattung und Services im Stadion
Die Ausstattung ist solide, wenn auch nicht luxuriös. Es gibt einen Kiosk, an dem Sie heiße Getränke und kleine Snacks bekommen. Das ist nach einer Stunde auf dem Eis eine willkommene Aufwärmmöglichkeit. Auch ein Sportgeschäft ist im Stadion untergebracht, wo Sie Zubehör wie Handschuhe, Mützen oder Kufenschoner kaufen können.
Auch Umkleidemöglichkeiten sind vorhanden. Zwar sind die Umkleiden nicht die modernsten, aber sie sind sauber und funktional. Lassen Sie Wertsachen am besten im Spind – die gibt es gegen Gebühr – oder gleich zu Hause. Die Erfahrung zeigt, dass in belebten Umkleidebereichen gerne etwas „verschwindet“.
Häufige Fragen zum Erika-Heß-Eisstadion
Erika-Heß-Eisstadion Öffnungszeiten: Wann ist geöffnet?
Die Öffnungszeiten sind für die Saison 2026 festgelegt. Die Außenbahn öffnet am 12. Januar und hat regulär an allen Wochentagen geöffnet, wobei die Zeiten variieren. Am Wochenende gibt es meist längere Laufzeiten als unter der Woche. Vor Feiertagen kann es Sonderregelungen geben. Am besten, Sie prüfen die aktuellen Zeiten kurz vor Ihrem Besuch auf der Website der Betreiber.
Erika-Heß-Eisstadion Wiedereröffnung: Ist es wirklich wieder auf?
Ja, die Wiedereröffnung ist beschlossene Sache. Nach der langen Schließung wegen des defekten Kühlventils ist die Außenbahn seit dem 12. Januar 2026 wieder für den öffentlichen Lauf geöffnet. Die Innenhalle folgt am 15. Januar 2026 für den Vereins- und Leistungssport. Alle Zeichen stehen also auf Grün.
Fazit: Endlich wieder Eis in Wedding
Die Wiedereröffnung des Erika-Heß-Eisstadions ist ein kleines Berliner Wunder. Nach einer gefühlt endlosen Durststrecke kehrt ein Stück Normalität zurück. Für mich persönlich ist diese Eisbahn mehr als nur ein Ort zum Schlittschuhlaufen – es ist ein Stück gelebte Stadtkultur, ein Ort, an dem sich Generationen treffen, an dem Kinder ihre ersten Schritte auf Kufen wagen und wo im Winter eben einfach Leben in den Wedding einkehrt.
Die Saison 2026 ist kurz, das ist klar. Und es wäre naiv zu glauben, dass mit der Wiedereröffnung alle Probleme gelöst sind. Die Anlage ist in die Jahre gekommen, und es wird weiterer Investitionen bedürfen, um sie langfristig zukunftsfähig zu machen. Doch der erste Schritt ist gemacht – und genau darauf kommt es jetzt an.
Also: Schlittschuhe aus dem Keller holen (vorher schleifen lassen!), Schal umlegen und ab nach Wedding. Das Eis wartet – und ich bin sicher, dass es sich lohnt.